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Start-up-Gipfel Baden-Württemberg, 14. Juli 2017, Messehalle, Stuttgart

Am 14. Juli drehte sich in der Stuttgarter Messehalle einen ganzen Tag lang alles rund um das Thema Gründung in Baden-Württemberg. Vertreten waren Start-ups, Finanziers, Corporates, Mittelständler und institutionelle Partner aus ganz Baden-Württemberg zum ersten Start-up-Gipfel. Es präsentierten sich 150 Start-ups auf neun Stationen unterteilt in Bodensee, Ulm-Biberach, Heilbronn, Ostwürrtemberg, Stuttgart, Mannheim-Heidelberg-Walldorf, Freiburg, Karlsruhe und Neckar-Alb. Der Gipfel war auch der Start für die Homepage Startup bw. Den ganzen Tag boten sich viele interessante Kontaktmöglichkeiten und es ließ sich eine Vielzahl verblüffender Projekte bestaunen. Es war zudem eindrucksvoll zu sehen, was vergleichsweise kleine Start-ups innerhalb kürzester Zeit auf die Beine stellen konnten.

Für mich war der Besuch der Messe relativ spontan, immerhin bin ich auf diese unglaubliche Gelegenheit erst am 13. Juli – also gerade einen Tag vorher – gestoßen, wusste aber, dass ich im Rahmen meiner Bachelorarbeit im Bereich BWL mit dem Thema Start-up Inkubatoren – Erfolgsfaktoren und Einflussmöglichkeiten der öffentlichen Hand, diesen Gipfel unbedingt besuchen musste. Es zeigte sich allerdings, dass dieser Gipfel für jeden, der sich für Produktinnovationen und Entwicklungen interessiert, ein Muss war: von neuen Methoden, sich Lerninhalte anzueignen über elektrische Rollatoren bis hin zu Roboteramen, die ihre Ausrüstung selbst den jeweiligen Gegebenheiten anpassen konnten, war alles vertreten. Der ganze Gipfel war gut strukturiert und organisiert, so gab es für jeden Besucher Kopfhörer, mit denen man – egal wo auf der Messe – den gewünschten Beitrag zumindest akustisch verfolgen konnte (ein interessantes Konzept, das bereits auf anderen Konferenzen wie der „QuoVadis“ Anwendung findet). Jede Station, an denen man die einzelnen Firmen besuchen konnte, war unterteilt in neun Ortschaften und bot eine Vielzahl an Start-ups, die ihre Produkte präsentierten. Die Produkte, welche mich dabei am meisten begeistern konnten, werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Restaurant Hopping Freiburg


Tanja Gärtner und Kathrin Monser auf dem „Start up bw“ Gipfel in Stuttgart

Wer kennt das nicht, man möchte sich mal wieder mit Freunden treffen und gemeinsam Essen gehen, doch wohin soll man gehen und je größer die Gruppe desto schwieriger wird es außerdem, etwas Passendes zu finden. Hier hatten die beiden jungen Frauen Kathrin Monser und Tanja Gärtner eine hervorragende Idee und gründeten ein Start-up in Freiburg. Hier erwartet einen ein Überraschungsmenü mit drei Gängen in drei Stunden in drei verschiedenen Restaurants und dazu noch eine spannende und unterhaltsame Tour durch die Stadt. Alle Termine und Preise sowie weitere Informationen rund um dieses großartige Erlebnis findet ihr auf deren Homepage.

Tapper


Carsten van Husen – CEO & Founder – Superwear GmbH

Die Superwear GmbH – gegründet von Carsten van Husen – entwickelt Wearables mit dem Ziel, die Interaktion des Menschen mit dem Computer zu revolutionieren. Dazu entwickeln sie derzeit ein Gerät, mit dessen Hilfe sich Befehle über Bewegung ausführen lassen.3 „Tapper“ ist ein kleines 40 Gramm schweres Gerät – so groß wie ein Streichholzkästchen. Dieses kleine Gadget schnallt man sich an den Fuß, verbindet es mit dem PC und schon kann es losgehen: egal ob Combos oder Superkräfte in einem Computerspiel oder das Wechseln eines Films auf Netflix – egal, Tapper kann all das ganz einfach mit einer Fußbewegung steuern. Tapper steht für ToAdvancePlayer PERformance. Neben einzelnen Kommandos lassen sich aber auch komplexere Befehle und Makros konfigurieren. Noch gibt es den Tapper nicht zu kaufen und auch über den Preis und das Veröffentlichungsdatum liegen bislang keine Informationen vor. Wer sich aber als Entwickler oder Spieler für das System interessiert, kann sich direkt bei Superwear um die Teilnahme an einem Betatest bewerben.

Fluffy Fairy Games


Lucas Bardic von Fluffy Fairy Games mit “Idle Miner Tycoon”

Es klingt wie ein klassischer amerikanischer Film: fünf junge Männer sitzen in einer Küche, entwickeln ein Handygame und daraus wird innerhalb kürzester Zeit ein Riesenerfolg. Doch für Fluffy Fairy Games wurde dieser Film Wirklichkeit. Ansässig ist „Fluffy Fairy Games“ im Herzen von Karlsruhe und fokussiert sich auf die Interaktion mit den Spielern sowie die enge Zusammenarbeit mit der Community. Ihr erstes Handygame „Idle Miner Tycoon“ wurde im Juli 2016 für Android und iOS veröffentlicht und legt seitdem mit über fünf Millionen Downloads einen steilen Aufstieg hin. Ziel des Spiels ist es, den größten Tycoon aller Zeiten zu bauen.

Graustich


Patrick Lischka, Head of Digital Division bei „Graustich“

Graustich, eine Agentur für Design, Strategie und Vision aus Karlsruhe, stellte auf dem Start-up-Gipfel eine interessante Technologie vor – Augmented Reality und deren Nutzen im Alltag. So wurden einige Beispiele gezeigt, wie zum Beispiel eine virtuelle Informationstafel, die beispielsweise an einem Bahnhof aufgestellt werden könnte und deren Informationen über Standorte, Produkte oder Ähnliches mithilfe eines Smartphones interaktiv und in verschiedenen Sprachen bezogen werden könnten. Vor allem bei der Darstellung eines Produktes soll es dabei möglich sein, das Produkt direkt im Handy den Wünschen nach farblich anzupassen. Die Realisierung dieses Vorhabens erfordert dabei allerdings nicht mehr als eine App und eine mit der Handykamera zu scannende Fläche.

Abschließend lässt sich sagen, dass es ein sehr informativer Tag war, an dem man nicht nur Networking betreiben konnte, sondern es auch viel zu erleben gab. Für die Präsentatoren, die über sieben Stunden und dennoch immer voller Elan allen Teilnehmern ihre Produkte und Ideen vorstellten, war es sicher anstrengend, aber ohne die wäre der ganze Gipfel sicher nicht so gut geworden.

 

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